Was muss eine Gleitzeitvereinbarung enthalten? Diese Frage sollte sich ein Arbeitgeber stellen, um die notwendigen Rechte seiner Mitarbeiter zu sichern. Die Gleitzeit erfordert eine Vereinbarung in schriftlicher Form und garantiert Vorteile für den Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Allerdings hängt die Art der Vereinbarung davon ab, ob das Unternehmen über einen Betriebsrat verfügt oder nicht.

Eine Gleitzeitvereinbarung ermöglicht dem Arbeitnehmer Flexibilität

Gleitzeit bedeutet, dass ein Arbeitnehmer seine Arbeitszeit innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens flexibel einteilen kann. Er darf allerdings maximal zehn Stunden pro Tag arbeiten. Da der Arbeitnehmer selbst entscheiden kann, zu welcher Tageszeit er in seinem Büro anwesend ist, gelingt es ihm, ein Zeitguthaben aufbauen. Neben der Gleitspanne verfügen viele Unternehmen über eine Kernarbeitszeit. Während dieser ist der Arbeitnehmer zur Anwesenheit in seinem Büro verpflichtet. Die Regelungen des Gleitzeitsystems bringen folgende Vorteile für Karriere & Beruf mit sich:

  • Flexibilität für den Arbeitnehmer
  • Anpassung der Arbeitszeiten an die Nachfrage
  • Optimale Nutzung personeller Ressourcen.

Die Erfassung der Arbeitszeit erfolgt in der Regel mithilfe von speziellen Systemen oder einer Stechuhr. Sind diese Einrichtungen nicht vorhanden, so muss der Arbeitnehmer die Anwesenheit in seinem Büro genau dokumentieren. Mithilfe der aufgezeichneten Arbeitszeiten stellt der Arbeitgeber schließlich fest, ob ein Zeitguthaben oder ein Defizit vorliegt.

Eine Gleitzeitvereinbarung muss wichtige Punkte beinhalten

Wer das System der Gleitzeit innerhalb eines Unternehmens einführen möchte, muss sich zunächst folgende Frage stellen: Was muss eine Gleitzeitvereinbarung enthalten? Hierzu zählt hauptsächlich die Dauer der fiktiven Arbeitszeit. Diese legt die Anzahl der Wochen- und Monatsstunden fest, die der Arbeitnehmer ohne eine flexible Regelung verrichten würde. Die fiktive Arbeitszeit ist im Falle eines Urlaubs oder einer Krankheit seitens des Arbeitnehmers notwendig. Ebenso wichtig ist die Dauer der Periode, in der die Gleitzeitregelung gelten soll. Darüber hinaus muss eine Gleitzeitvereinbarung die Übertragungsmöglichkeiten beinhalten. Hierzu zählen insbesondere Zeitguthaben und Zeitschulden. Nicht zuletzt beinhaltet eine Vereinbarung den Gleitzeitrahmen. Dieser gibt vor, in welchem Zeitraum die flexible Arbeitsgestaltung stattfinden kann. Verfügt das Unternehmen über einen Betriebsrat, so erfolgt die Regelung in Form einer Betriebsvereinbarung. Bei Unternehmen ohne Betriebsrat ist dagegen eine schriftliche Vereinbarung zwischen dem Arbeitnehmer und Arbeitgeber erforderlich.

Zusätzliche Inhalte und Regelungen einer Gleitzeitvereinbarung

Was muss eine Gleitzeitvereinbarung noch enthalten? Neben den oben genannten Punkten ist es sinnvoll, in der Vereinbarung darauf hinzuweisen, dass Überstunden nicht mit dem Zeitguthaben gleichgesetzt sind. Überstunden entstehen nur dann, wenn der Arbeitnehmer mehr als zehn Stunden täglich oder mehr als 50 Stunden wöchentlich arbeitet. Darüber hinaus zählt die Arbeit außerhalb des festgelegten Zeitrahmens zu den Überstunden. Eine Gleitzeitvereinbarung sollte festlegen, in welchem Ausmaß Zeitguthaben und Zeitschulden entstehen dürfen. Diese kann der Arbeitnehmer in die neue Gleitzeitperiode übertragen. Ferner macht es Sinn, innerhalb der Gleitzeitvereinbarung eine Kernzeit festzulegen. Die Anwesenheitspflicht innerhalb eines festgelegten Zeitraums erleichtert unter anderem die Planung diverser Besprechungen oder sonstiger Sitzungen im Büro.

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